Spannend war der Sommer hier: Mit Korber- und mit Töpferfrauen. Mit Sirüpper, Saft und kühlem Bier. Hierzu folgen Bilder, anzuschauen, Was entstanden und gesprossen, Was geformt und auch gepresst, Was wir brieten und genossen, Völlig cool und ungestresst. Und des Textes Form Ist Wie Ein Glas Rosé. Sag' mein Herz, was wosch no meh?
Rundherum
Siesta
Ein Platz für den Grill
Schätze aus dem Garten
Töpferatelier
Arbeiten mit Weiden
Im Heuet
Besuch, schlemmen und geniessen
Video
Im Frühling ist mit Unterstützung von vielen Freunden hier das Video zum Chanson „Les oiseaux/Hingeruss“ entstanden: eine Hommage an Pirol, Nachtigall und die Natur, die uns hier umgibt. Hier der link dazu:
Höchste Zeit dass wir beschreiben, Was wir täglich hier so treiben. Bilder zeigen, Verse dichten, Und vom Alltag euch berichten.
Meistens herrscht dann schönes Wetter Und wir beide scheinen netter als wir sonst sind; und wir zeigen Einen bunten, frohen Reigen:
Leute flechten, töpfern, malen, Augen die begeistert strahlen. Weil sie alles gerne tun, Immer tätig, nie am Ruh'n.
All das stimmt, doch gibt es mehr: Man ist müd, der Akku leer, Manchmal läuft es nicht wie's soll, Kranksein ist auch nicht so toll...
Aber:
Was wir meistens hier erleben, Drinnen oder unter Reben: Schön hier sein zu dürfen, Apéro mit Freunden schlürfen!
Stimmungen
Bilder des letzten halben Jahres in loser Folge
Ausflüge
Ob zu Höhlen im Jura oder zu zu étangs mit dem Velo, Elias und Ravi waren immer dabei
Gartenarbeiten
Auch hier ein Rückblick über das letzte halbe Jahr
Reparatur Werkstatt
In der kalten Jahreszeit gibt es Zeit, Dinge zu reparieren: Bälle, Stühle, Kleider, Treppen, Teller…
Atelier, stages,
Es ist auch Zeit, Neues herzustellen: Flechten, drechseln, glasieren,
Lavelinge à l’ancienne
Um die sperrigen Matratzenbezüge zu waschen aktivieren wir wieder einmal unseren Waschhafen. Ein Markenprodukt aus Zug!
Geselligkeit
Es gibt Zeit zu lesen, zu spielen, das Zusammensein zu geniessen
Hühner und Katzen
Nesselfieber
Erikson hat mich angesteckt: aus dem Hühnerhof hat er letztjährige Brennnesseln geholt, die Fasern losgelöst und damit ein Schnürchen gezwirnt. Das habe ich auch gemacht: Nesseln geerntet, Fasern gewonnen, Schnürchen gezwirnt. Dann aber auch Fasern gehächelt, gekardet, gesponnen, gehäkelt. Und ich bin immer noch dran.
Videos
Im letzten halben Jahr sind drei Videos entstanden.
Das erste mit dem Chräietanz zum Lied im 7/8 Takt:
Hier der link zum Video der Weihnachtskarte mit dem Lied im 5/4 Takt aus dem Wallis:
Und dann das Stückli Fyrabe zu Szenen des Apéro mit Freunden:
Sich beim Baden zu erfreuen oder bei der Pfirsichernte, oder etwa gar beim Heuen?
So war's hier in diesem Summer! Dass es manchmal auch geregnet Macht uns jedoch keinen Kummer.
Doch etwas ist uns nunmehr klar: Wir machen Pause nächstes Jahr!
Umgebung
Sommerferien
Im Garten
Korben
Simon und Jakob kommen im August noch einmal. Simon, um einen Korb von Grund auf selber zu Flechten, Jakob will alte Fotos einkleben und beschriften.
Im Juni und im August findet je ein Korbertag mit Frauen aus der Gegend statt. Sie wollen alle im September noch ein weiteres Mal einen oder zwei Tage flechten kommen.
Mit den restlichen Weiden führe ich noch einige Bestellungen aus
Töpferei
Reparieren
Oft fehlts nur am Griff! Die Espressomaschine erhält einen Griff aus einem hiesigem Buchsbaumästchen, die Bratpfanne einen gedrechselten.
In Memoriam: Pänterli
Der Panter in seinem Grab🥲
Video
Von den drei Konfirmanden, welche wir 2024 feierten, ist das Video von Marius öffentlich:
Kurze Verse zu den Bildern Die seit März entstanden. Text, von dem wir fanden Er vermöge euch zu schildern,
Was bei uns in letzer Zeit Hier bei uns geschehen, Wen wir all's gesehen, Wer geblieben overnight.
(Reim und Metrum oben sind nicht frei, vier reimt sich auf vier und drei auf drei Oben viermal der Trochäen sieben Unten sind's dann vier mal fünf geblieben
Draussen
Servicearbeiten
Fritz, Maël und Leo reisten mit dem Zug an und verbrachten eine Ferienwoche in Glairans. Die drei verpassten dem Gartenmobiliar einen Frühlingsputz, so dass die dreissigjährigen Stühle wieder wie neu aussehen. Daneben gab’s Velotouren, Foto-, Film-, Musik- und Drohnensessions… Und am Samstag Pizza für alle zwölf: Spiezer, Schwarzenburger und Mervaner.
Flechten mit Weiden im April
Die fünf Schwarzenburger Gäste haben trotz eher garstigen Wetterbedingungen unermüdlich Weiden verarbeitet. Mit Unterstützung in der Küche durch Dimé und Mättu hat Eva die ganze Crew aufs feinste bekocht. Und einmal gabs sogar ein Konzert für zwei Flöten und Gitarre!
Korberwochen-Rückblick!
Auffahrt-Wochenende
Jakob, Martin und Simon reisten diesmal bis Dijon mit dem Zug, wo wir die drei am Bahnhof abholten. Dann gabs Mittagessen in der Altstadt, bevor wir nach Mervans fuhren.
Töpferei
Glasieren von Platten, Kistchen, Töpfen und Tassen, drehen auf der Scheibe inkl. Henkelmontage. Das alles wurde in diesem Frühjahr hier bereits gemacht.
Au travail
In der Woche nach den Kursen verarbeitet Jürg die restlichen Weiden zu verschiedenen Körben. Eva beginnt mit der Herstellung eines Teekruges, welchen Naëlle bei ihr bestellt hat.
Aus der Küche
Hühner
Mme Blanche möchte brüten. Eva möchte nicht, dass sie das tut.
Einmal hatt' ich kein Gedicht. Manche fanden das nicht toll. Offenbar ist das hier Pflicht, Dass ich Verse schreiben soll!
Nun denn will ich's wagen euch in Reimen hier zu schreiben, Wie in Herbst- und Wintertagen wir's im Frankenreich so treiben.
Pflegen Katzen, jagen Ratten, schau'n am Abend Filme an. Selten wir auch Gäste hatten, öfter brauchts den Servicemann. Pilze lieben wir zum Essen, aber lieber aus dem Wald. Doch im Haus kannst du's vergessen, Pilz im Haus gibt Arbeit bald.
Wie's der Winter an sich hat, bleibt man oft im Haus Trinkt gern was und isst sich satt wie die Ratte! und die Maus Doch genug der hehren Worte, lasset Bilder sprechen nun Offen ist für euch die Pforte, sei es hier, sei es in Thun.
Draussen
Werkstatt
Reparaturen und Unterhalt
Diverse Boiler mussten entkalkt werden und dabei die Opferanoden ersetzt. Rechts die verbrauchte, links die neue Anode. Der Boden des Kontrabass‘ begann sich zu lösen: sofort kleben und eine Nacht in den Zwingen verbringen.
Einzelne Plättchen hatten sich gelöst. Jetzt kann man wieder festen Fusses von der Küche in die Stube schreiten.
Der äusserste Trägerbalken unter der Terrasse war völlig verfault und musste ersetzt werden. Weil die Lieferung des bestellten neuen Balkens sich hinauszögerte, setzte ich eine Unterlage aus drei Balkenstücken zusammen.
Im grünen Zimmer entdeckte Sabin und Erikson einen Hausschwamm. Öffnen, feuchte Gipsplatten wegschneiden, verfaultes Holz entfernen und belüften.
In der Dusche dahinter dasselbe: die untersten Platten, Gipsplatten und die verfaulten Holzteile entfernen und vor dem Wiederaufbau trocknen. Eine zusätzlich angebrachte bituminöse Dichtungsbahn sollte in Zukunft das Einsickern von Wasser verhindern. Man sieht nichts mehr und hofft…
Haus- und andere Tiere
Rattenjagd!
Seid einem halben Jahr nun hören wir sie, vor allem nachts. Wir merken auch, dass Katzenfutter fehlt und M&Ms und Erdnüsschen. Und dass Seifen verschwinden und sackweise Pommes Chips und Mehlpackungen angeknabbert sind und Brot. Wir stellen Fallen, stopfen Löcher, putzen Dreck.
Essen und Trinken
Video links
Im vergangenen Halbjahr sind vier neue Videos entstanden, hier die links dazu:
Pilze suchen, Seifen machen,
Ton glasieren, spielen, lachen
Feste feiern, Samba tanzen
Bis tief in die Nacht hinein.
Feines Essen hilft dem Ganzen,
Und dazu ein guter Wein.
Durch den Winter wird es stiller
Korben wenig, heizen viel,
Schau'n am Abend einen Thriller,
Essen selten Eis am Stiel.
Katzen und auch Hühner warten
Dass es wieder wärmer sei,
Dass wir wieder mal im Garten
Werken, und sie sind dabei.
Glasieren im Atelier
Nachbarn aus der Feldheimstrasse und Sabin mit Familie kamen, um ihre Töpferarbeiten zu glasieren.
Gemütliches Beisammensein
Daneben kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz: sei’s beim Samba zum Sommervideo (siehe Sommerbeitrag unten), beim Essen oder beim Spiel in der Stube.
Korberarbeiten
Für zwei Korbbestellungen, einen Wäschekorb und ein Körbchen zum Verräumen der Sonnenbrillen, legte ich im Oktober noch einmal Weiden ein.
Arbeiten in der Werkstatt
Stuhlgeflecht
Der starke Zug des Geflechts und das schwache Seitenholz waren wohl beide schuld, dass das Holz sich spaltete. Nachdem das Geflecht weggeschnitten und das Seitenholz aus einem Eichenbrett (aus dem Fundus des Aarefeld Schulhausbodens…) neu eingepasst war, konnte ich mit dem Flechten beginnen. Das fertige Geflecht weist für einmal ein Muster auf.
Mundstück für Geradeflöte
Ein befreundeter Musiker möchte seine Querflöte gerne gerade spielen und hat mir eine Zeichnung geschickt, wie er sich ein solches Kopfstück aus Holz vorstellt. Mit Hilfe einer Schablone und einem 20 mm Halbrundkopf Fräser stellte ich einen ersten Prototypen aus Tanne und einen zweiten aus Eiche her.
Kärtchenversand
Diesmal denken wir früh daran, unsere Grusskarte vorzubereiten und können diese bereits Anfang Dezember verschicken
Schlemmen
Basteleien
Platonische und Archimedische Körper faszinieren mich schon lange. Mit Bambusstöcklein fertige ich zuerst ein Tetraëder, indem ich die Röhrchen mit Elastfaden verbinde. Beim Dodekaëder wird der Zug manchmal zu gross und die Schnüre reissen die Röhrchen seitwärts ein. Ich muss dann mit Drahtklemmen die Ecken verstärken. Der fertige Körper hängt nicht sehr ausgeglichen an der Decke des Ateliers.
Altjahrswoche und Neujahr
Die drei Burschen von Sabin und Erikson reisen nach Weihnachten mit Eva hierhin, später kommen die Eltern übers Neujahrsfest nach.
Draussen
Tiere
Seifenherstellung
Wenn die kleinen Seifen langsam zur Neige gehen, begibt sich Eva in die Hexenküche, um neue Seifen herzustellen. Diesmal gibt es eine Salzseife mit Ziegenmilch und Seide…
Heisse Tage, wenig Regen
Und dazu Betrieb im Pool
So soll Sommer sein, nur eben
Allzu heiss ist auch nicht cool.
Trotz der Hitze und dem Durst
freuten uns die vielen Gäste!
Sei's bei Käse oder Wurst:
Unsre Gäste sind das Beste.
Mal beim Töpfern an der Scheibe
oder in der Hängematte
Mal beim Korben mit der Weide
Jede, wie sie's gerne hatte.
Besucher
Manche kamen um zu korben oder töpfern, Märkte zu besuchen und Ausflüge zu machen, andere einfach zum Ausspannen und geniessen, viele zum Pizzaessen und gemütlichen Beisammensein. Gemeinsam spielen: manchmal mit Karten, Würfeln, Steinen und Spielplänen …, manchmal mit Gitarre, Harmonium, Hand-Pan, Bass, Xylophon und Glockenspiel … Einem Tag ohne Spiel fehlt etwas.
Hier der link zum Chuchitanz, welchen Eckart und Eva mit mir an einem Wochenende gespielt und getanzt haben:
Und hier der link zum Samba do verão:
Töpfern
Korben
Im Juni kamen drei Frauen, um eine Woche mit Weiden zu arbeiten. Ada unterstützte Eva in der Gastronomie, kam jedoch gerne zwischendurch auch zum Flechten. Aus den verbleibenden Weiden stellte ich noch verschiedene Körbe her und als Auftragsarbeit einen Märitwagen.
Jänner und auch Hornung bleibt es kalt.
Müssen trotzdem nun am Abend halt
Hühner hüten, gut vemummt,
hoffen, dass der Fuchs nicht kummt.
Wollen eine bess're Lösung bald.
Drinnen halten wir es wohlig warm.
Freuen uns an Ofenfeuers Charme.
Lesen, rätseln ziemlich viel,
täglich obligates Spiel,
Oder gehn spazieren Arm in Arm
Kommt dann endlich Frühling in der Bresse
gibt es hier fast so etwas wie Stress
Freunde möchten uns besuchen
Enkel wollen Ferien buchen
freudig tönt's von uns als Antwort: YESSS
So erleben wir hier schöne Zeiten
Musizieren, Essen zubereiten
hie und da natürli
ein flottes Velotüürli
Und im Spiel um Siegespunkte fighten
Trampolin und Pingpongtisch gefallen,
Häuschen tief im Bambushain, bei allen
stets beliebt: die Pizza
ist wie immer spizza!
Feste soll man feiern wie sie fallen.
Frostige Tage
Mitte Januar und Ende Februar haben wir frostige Zeiten. Unter verschiedenen Malen bringt M.Goux und sein Neffe uns Holz; pro Tag verheizen wir eine rechte Portion davon.
„Sportferien“
Vincent möchte gerne in den Sportferien nach Frankreich kommen. Auf die Frage nach seiner bevorzugten Sportart in dieser Zeit antwortet er: Ausschlafen und Comics anschauen.
Schlussendlich sind in diesen Ferien Ende Februar mehr als die Hälfte der Grosskinder bei uns. Am Ende der Ferien sind auch Kasper, Caro und Annik hier und nehmen die Gäste zurück in die Schweiz.
Pizza- und Backtag
Zu Evas Geburtstag gibt’s Pizza! Kinder und Grosskinder helfen mit und anschliessend wird der Ofen noch mit Broten und Zöpfen beschickt; es formt und bacht bis Mitternacht.
Hühnergehege
Damit der Hühneralltag wieder selbständig anfangen und aufhören kann, stellen wir einen Zaun auf. Er deckt eine Fläche ab, welche sowohl ein Stück Hecke als auch einen Teil Trauerweide beinhaltet. Die Hühner legen fleissig, so dass wir genügend Eier zu Ostern haben 🥚🥚🥚😊
Besucher Ende März
Ein ehemaliger Schüler aus Heimenschwand kommt zusammen mit zwei Freunden für ein verlängertes Wochenende zu uns. Sie arbeiten alle drei in der ARWO Frutigen, Jakob und Simon wohnen in Heimenschwand, Martin möchte ebenfalls mit den beiden zusammen wohnen.
Frühling naht
Auf unseren Ausflügen begeistert uns der weite blaue Horizont und das Meer von Buschwindröschen im Frühlingswald. Oder der Sonnenuntergang vor dem Haus, aber sag das mal der Kamera! Die sieht nur kahle Büsche, Strommasten und Kabel.
Werken
Unterschiedlichste Werkvorhaben wurden realisiert, weiterverfolgt oder begonnen.
Ostertage
Anfangs Frühlingsferien sind wir zu acht: wir mit zwei Grosskindern und eine befreundete Familie mit ihren zwei Kindern. Über Ostern kommen Sabin und Erikson mit Dimé, später auch noch ihr Freund Matthias.
Sibeschritt
Das Musik – Filmprojekt beschäftigt über viele Wochen verschiedenste Künstler: MusikerInnen (Flöten, Bratsche, Akkordeon, Xylophon, Handclaps, Kontrabass), Tänzerinnen, Techniker und Kostüm/Frisörinnen. Viele der gemachten Aufnahmen kommen in der Endversion nicht mehr vor, zuviel Material war vorhanden. Hier nochmals ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Mithilfe zum Gelingen des Projektes.
Garten
Durch den ganzen Winter hatten wir Zuckerhut, Randen, Nüssler, Rucola, Schnittsalat und für diejenigen, die’s mögen, Koriander. Keine Mäuse, keine abgefressenen Wurzeln und verschwindender Lauch. War’s wohl wegen dem überall dazwischen eingepflanzten Knoblauch? Oder wegen Lülü? Oder wegen dem Wetter? Und zum Abernten vor dem Vorbereiten des Bodens: Spinat, Lauch und „Frühlingsknoblauch, noch keine Knollen, aber feingeschnitten zum andünsten lecker, frisch zum Salat eher kräftig.
Und zum Schluss noch dies:
Hier noch ein paar Bilder, die sich nicht einordnen liessen aber dennoch in diesen Beitrag gehören
Die heurige Weihnachtskarte mit Handbeglitzerung und Versand Auslage.
Ausflüge
Immer wieder zu unseren Lieblingsétangs. Und mit den Velos unterwegs zu sein ist immer sehr vergnüglich und tut gut.
Ausflug nach Mâcon
Mâcon liegt etwa 1 Stunde Fahrt südlich von uns an der Saône. Eva hat das Städtchen mit ihrer Cousine Annemarie besucht. Mit Regenschirmen sind sie ausgerückt, doch das Wetter hat sich von der bestmöglichen Seite gezeigt.
Tiere
Während unserer hühnerfreien Zeit besucht uns Argentine täglich. Sie wohnt und schläft bei Nachbars, den Tag verbringt sie bei uns, ständig auf der Suche nach Futter. Deshalb stecken wir einen kleinen Zaun um unseren Garten, welchen sie respektiert. Ist hingegen die Türe offen und niemand in der Nähe, stelzt sie zielstrebig auf Lülüs Futtergeschirr zu. Auch sie wird schlussendlich vom Fuchs geholt. So schade!
Der Stall ist frisch gekalkt, bereit, neue Hühner aufzunehmen. In den Herbstferien kauft Eva zusammen mit Elias und Ravi drei neue Hühner in Louhans auf dem Markt: Mme Rouge, Mme Brune et Mme Noire
Nur drei Wochen später fehlt Mme Brune. Eva findet nur noch einen kleinen Federhaufen vor.
Notbehelfsmässig baut Jürg einen Käfig aus Bambus, in welchem die beiden Übriggebliebenen sich mit wenigen Quadratmetern begnügen müssen. Die Hühner tragen wir am Morgen in den Käfig. Am Abend finden sie alleine zurück in den Stall.
Zuerst erkundigen wir uns bei Nachbarn, Bekannten und im Jardival nach weiteren Möglichkeiten: Elektrozaun, hoher Gitterzaun mit Paletten unten, vergrabenes Gitterwerk vor dem Zaun, um das Graben zu verhindern und Kombinationen von alldem. Schliesslich bestellen wir einen 12 m2 Käfig, der zuverlässig vor dem Fuchs schützen soll – so hoffen wir.
Während Marvin aus Villegaudin längere Zeit in der Schweiz weilt, nehmen wir sein Zwerghuhn mit Gockel bei uns auf. Sie wohnen im eigenen Ställchen, tags sind sie zusammen mit unseren Hühnern im Gehege. Etwa eine Stunde vor dem Einnachten lassen wir sie jeweils frei weiden, jemand von uns ist dann in der Nähe am Hühnerhüten … :-S
Lülü hat sehr gerne, wenn wir ebenfalls draussen sind: sie jagt die Trauerweide rauf und runter oder springt auf die Abdeckplane des Hühnerkäfigs wenn jemand sich darunter zu schaffen macht oder rast die Pergola hinauf aufs Dach und angelt nach der ausgestreckten Hand. Oft sucht sie sich jedoch drin ein warmes, ruhiges Plätzchen. Da ist sie auch einfacher zu fotografieren…
Aus der Werkstatt
Buch restaurieren
Tausendundeine Nacht, eine Ausgabe aus dem vorletzten Jahrhundert, hat Dimé beschädigt im Broki gekauft. In der Werkstatt hat Jürg, so gut er es vermochte, das Buch restauriert.
Djembe neu bespannen
Eine Freundin vermittelte mir ein Djembe mit gerissener Haut. Wenn ich es neu bespannen möchte, dürfe ich das Instrument behalten. Die Eigentümerin könne es wegen Arthritis sowieso nicht mehr selber spielen und daher lohne sich das Bespannen lassen nicht für sie.
Die Aufgabe reizt mich, im Internet suche ich Anleitungen und finde etliche solche. Nachdem die bestellte afrikanische Geissenhaut eingetroffen ist, mache ich mich dahinter: zuerst die Haut rundherum lochen, dann über Nacht wässern. Dann das Seil am Djembe rundherum ausfädeln und lockern, bis ich die Eisenringe entfernen kann. Den losen Eisenring in die neue Haut einpacken, denjenigen mit den Seilschlaufen darübergestülpt und das Seil wieder eingefädelt, dann langsam spannen. Das Fädeln braucht etwas Zeit, aber die habe ich ja. Da sich der Spannring immer noch zu weit oben befindet baue ich eine Spannvorrichtung. Doch auch mit dieser vermag ich den Ring nicht tiefer zu ziehen. Nach dem vierten Mal lösen und neu ansetzen und spannen schneide ich den überstehenden Rand weg und lasse es eine Woche trocknen. Das Fell ist zwar gut gespannt, aber der Ring ist zu hoch, die Trommel lässt sich nicht spielen.
So entferne ich nochmal alles und bestelle eine neue Haut. Die beiden Ringe lassen sich nicht mehr, wie vorher, über die Öffnung schieben. Entweder haben sich die Ringe zusammengezogen oder das Holz gedehnt. Ich rasple und feile also rundherum wenige Millimeter Holz weg, bis die Ringe wieder darübergleiten. Nach der fünften Montage und Spannung ist das Instrument endlich wieder hergestellt!
Neuer Gegengriff für den Dampfkochtopf
Am (ur-)alten Duro bricht der Gegengriff aus Bakelit weg. Bei Kuhn-Rikon finde ich Ersatzteile, die scheinen aber nicht zu passen. Als ich nach der Typennummer suche merke ich, dass der Dampfkochtopf von V-Zug ist! Auf deren Homepage gibt es jedoch nur noch Steamer und Backöfen und keine Dampfkochtöpfe mehr oder gar Ersatzteile dafür.
Also mache ich mich daran, aus einem Abschnitt der eichenen Küchenabdeckung einen Gegengriff herzustellen. Er bewährt sich seither gut.
Büchergestell aus Bambus
Bei den Waldviertlern hat Eva ein einfaches Gestell gesehen, das man gegen die Wand stellt. Könnte Jürg nicht so etwas aus Bambus machen?
Kerzen
Teelichter brennen oft nicht vollständig aus. Dazu hatte es im „Adventskalender“ von Caro jeden Tag ein Teelicht, auf dessen Grund bei flüssigem Wachs ein Bild der Grosskinder sichtbar wurde. Sobald das Wachs wieder fest wurde, verschwand das Bild. So versah ich leere Alubecher mit neuem Docht (aus wachsgetränkter Baumwollschnur) und füllte diese mit dem verflüssigten Restwachs: die Bilder pulte ich heraus, neue Teelichter wandern ins Depot.
Stuhl auffrischen
Aus dem Puce hat Eva vor einiger Zeit diesen Stuhl mitgebracht; für mich war es immer der „Inquisitoren Stuhl“. Kolonialstil, lederbespannt, unbequem und dazu noch wacklig; alle Leimstellen waren lose.
Häuschen im Bambushain
Kleine Ergänzung über Neujahr mit Elias zusammen
Neuanschaffung
Neu: Kompresser, im Stall auf einer Konsole montiert.
Lippenschminke
getrockneter Randensaft, leicht befeuchten, als Lippenrouge verwenden (nicht kussecht, im Gegenteil!)
Im Ausgang
Nach langer Durststrecke wieder einmal ins Konzert!
Auf dem Markt in St. Germain fragt mich der Marktfahrer von Visargent, ob ich nicht Körbe verkaufen komme auf dem Nachtmarkt in Lons le Saunier. Ein kleiner Märit mit live Musik Mitte September. Ich mag nicht verkaufen gehen, aber Eva und ich besuchen den Markt aus Gwunder.
Bei der Gelegenheit schlendern wir auch durch die Stadt, sehen Veranstaltungshinweise und Museen und Theater, essen etwas auf der Terasse des Café du Théatre, fast wie Ferien.
Eine Woche später haben wir Tickets für’s Theater in Lons: die szenische Aufführung von Vivaldis und Piazzollas vier Jahreszeiten.
Ein junges Streicherensemble setzt die beiden Jahreszeitenvertonungen auf der Bühne in Szene, huscht herum und schart sich wieder zusammen, mischt zuweilen beide Frühlinge oder Herbste zusammen und wird dabei von einem Theorbe Spieler unterstützt. Wir sind begeistert.
Weitere Besuche in Lons machen wir anlässlich eines Doppelkonzertes von Barba Loutig, einer bretonischen a capella Frauengruppe und dem jazzigen Ensemble Bloom, letzte Veranstaltung 2021 der Cité de la voix.
Barba Loutig, à capella aus der BretagneBloom, drei Frauenstimmen, Bass und Schlagzeug
Vor Weihnachten machen wir unser traditionelles „Geschäftsweihnachtsessen“ (es ist allerdings das erste Mal, aber vielleicht nicht das letzte) ebenfalls im Café du Théatre in Lons.
Aus der Küche
Brote
Zu Weihnachten bekommen wir und unsere drei Kinder Annik, Kasper und Sabin je zwei Brotbackbücher von Lutz Geissler (Das Plötzprinzip). Vom Plötz – Blog lässt sich Eva schon länger begeistern, eines der Bücher hatte Sabin aus der Bibliothek ausgeliehen.
Da alle drei Familien unserer Kinder zwischenzeitlich einmal in Quarantäne waren, stürzen sich alle, da sie auch alle schon vorher Brotbäcker waren, mit Begeisterung, Hingabe und Ausdauer ins Handwerk. Manchmal kommen pro Tag mehrmals neue gelungene Bäckereifotos in den Familien-Chat, mit Angabe der Seitenzahl…
Pesto
Sommer bis Herbst habe ich immer ziemlich viel Basilikum. In guten Jahren kann ich 2 – 3 Mal ernten um Pesto herzustellen. Dieses Jahr konnte ich, wetterbedingt, nur eine Ernte verarbeiten.
Aus dem Garten
Menus
Musik
Zu unserer grossen Freude wird oft mehrmals in der Woche in unterschiedlichen Besetzungen musiziert. Meist fährt Jürg mit Gitarren, Banjo und Kontrabass entweder nach Sens sur Seille oder Bouhans, oder die Freunde reisen mit Bratsche, Akkordeon, Accordina, B-Horn, Piano, Trommeln und Cajon hierher. Wenn wir mit den beiden Xylophön unterwegs sind, braucht’s fast noch ein zusätzliches Fahrzeug.
Hier der link zum kleinen Musikclip vom Dezember:
Besuch
Sabin und Familie besuchen uns im Herbst eine Woche und wieder über Neujahr. Zusammen mit Dylan bauen Elias und Ravi eine Festung oder spielen ihr eigenes Ballspiel auf dem Trampolin. Und immer wieder: Lego.
Nachbarn aus der Feldheimstrasse sind treue Besucher. Hier geniessen wir Mitte September gemeinsam einen der letzten lauen Herbstnächte draussen.